Kleine Sachkunde

Bei der Sachkunde geht es um das Öl, die Hülle, den Docht und den Dochthalter. Aber als allererstes müssen wir deutlich unterscheiden zwischen Kerzen und Öllichten.

Kerzen.

So heißen alle Lichtquellen, die aus einem Docht bestehen, der von einer festen Brennmasse umgeben ist. Was keinen Docht hat, darf nicht Kerze genannt werden. Eine »Wunderkerze« ist also in Wahrheit gar keine Kerze. Das gleiche gilt für Behälter oder feste Hüllen (z.B. Gläser), die zwar einen Docht haben, aber mit flüssigem Brennstoff gefüllt sind. Dabei handelt es sich dann um Ampeln, Lampen oder Laternen.

Öllichte.

Sie bestehen aus einer festen Brennmasse mit Docht, die von einer starren Hülle umschlossen ist. Die Bezeichnung »Öllichte« darf nur verwendet werden, wenn die Brennmasse ausschließlich aus gehärtetem Pflanzenöl oder festem Pflanzenfett besteht.

Öllichte – wie man mit ihnen umgehen sollte.

Öllichte sind, anders als oftmals vermutet keine Kerzen. Sie haben ein anderes Brennverhalten, je nach Wetter und Jahreszeit. Tipps über richtigen Umgang können Sie hier einsehen und herunterladen.

Ewiglichtöl.

Flüssiges Öl aus 100% reinem Pflanzenöl, entsprechend den Vorschriften der Liturgie. Jahrhunderte lang war dieses Öl die Basis des Ewigen Lichts in der Kirche, bis es in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die in der Handhabung wesentlich praktischeren Ewiglichtölkerzen weitgehend abgelöst wurde.
Aeterna stellt als einziger Hersteller in Deutschland auch heute noch flüssiges Ewiglichtöl her.

Ewiglichtölkerzen.

Ewiglichte aus gehärtetem, in Kunststoffhüllen gegossenem Pflanzenöl. Sie verkörpern die Gotteslampe und bestehen nach den Vorschriften der Liturgie genau wie das flüssige Ewiglichtöl aus 100% Pflanzenöl. Sie haben eine garantierte Brenndauer von sieben bzw. neun Tagen.

Kompositions-Öllichte.

Dafür dürfen außer festen, gehärteten und ungehärteten pflanzlichen Ölen oder Fetten auch solche tierischen Ursprungs verwendet werden. Sie werden mit Wachsen, festen Fettsäuren oder festen Kohlenwasserstoff-Verbindungen gemischt. Der Anteil der festen, gehärteten oder ungehärteten pflanzlichen oder tierischen Öle und Fette ist in Prozenten angegeben und darf nicht unter 30% liegen.

Der Docht.

Er wird in den meisten Fällen aus Baumwollgarnen geflochten. Von seiner Beschaffenheit hängt ab, wie gut und gleichmäßig die Flamme brennt. Er ist abgestimmt auf den Kerzendurchmesser, die verwendeten Rohstoffe und das jeweilige Herstellungsverfahren. Entsprechend groß ist die Vielfalt: Jeder Hersteller hat für jedes seiner Produkte seine speziellen Dochte.

Der Dochthalter.

Wichtig ist, dass sich der Docht immer in der Mitte befindet. Bei Kerzen wird der Docht durch den festen Körper mittig gehalten. Bei Öllichten muss dem Docht eine größere Standfestigkeit gegeben werden, da der Anteil der flüssigen Brennmasse innerhalb der Hülle wesentlich höher ist. Sie wird erreicht durch eine Ummantelung des Dochts mit Paraffin sowie durch den Dochthalter, ein Metallplättchen am unteren Ende des Dochts, am Boden der Hülle.

Die Hülle.

Sie ist farblos oder rot eingefärbt und meistens aus Kunststoff. Seit 1992 bestehen die Hüllen aller Aeterna-Lichte aus Biocellat, einem in seinen Bestandteilen biologisch abbaubaren Werkstoff.

Die Brenndauer.

Eine verlässliche Angabe der Brenndauer ist vor allem im liturgischen Bereich wichtig. Denn das Licht darf nicht ausgehen und muss deshalb rechtzeitig gewechselt werden. Die angegebene Brenndauer von drei, sieben oder neun Tagen muss in einem zugfreien geschlossenen Raum von mindestens 25 Quadratmeter bei einer konstanten Temperatur von 20° eingehalten werden. Bei Aeterna werden Stichproben aus der Produktion regelmäßig in einer speziellen Kammer getestet. Gleiches gilt für Grablichter, deren Funktionstüchtigkeit wir im Dauertest unter konkreten Wetterbedingungen im Außenbereich überprüfen.

Die Lagerung.

Pflanzliche Öle – das ist aus dem Haushalt bekannt – sind nicht unbegrenzt haltbar. Wie lange, hängt sowohl von der Behandlung beim Produzenten, also bei uns, als auch von den Umständen der späteren Lagerung ab. Bei der Herstellung behandeln wir die Grundstoffe so, dass eine lange Brennfähigkeit sichergestellt ist. Wir empfehlen, die Lichte innerhalb eines Jahres aufzubrauchen. Bei kühler, trockener Lagerung unter Lichtausschluss können jedoch selbst zwei bis drei Jahre alte Lichte noch einwandfrei brennen.