Vergessene Gräber – die Erinnerung bewahren

Berlin – Anfang November, ein für diese Zeit ungewöhnlich goldener Herbstsonntag neigt sich dem Ende. Mitglieder der katholischen DPSG, der Deutschen Pfadfinder Sankt Georg, scharren, hacken, graben, setzen immergrüne Pflanzen. Der Stahnsdorfer Südwestkirchhof, ein Waldfriedhof am südlichen Stadtrand von Berlin, ist dankbar für die Pflege jener Gräber, die kaum einer mehr kennt oder besucht, über die sich sanft, aber unerbittlich der Mantel der Zeit legt, die still vor sich hin verwittern. Orte der letzten Ruhe wie die von Manfred Richthofen, Julius Cornelius Schaarwächter und Andreas Fedor Jagor findet der Besucher nur noch schwer unter kniehohem Gras und dem sich über die Jahre teppichgleich ausbreitenden Moos.

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